Barrierefreie Spielplätze

OK-Antrag zum Haushaltsentwurf 2024

Der Rat der Stadt Kleve beauftragt die Stadtverwaltung zu prüfen und bis zum Ende des 1. Quartals 2024 zu berichten, ob der nächste in Kleve zu errichtende oder zu erneuernde Spielplatz ganz oder teilweise als inklusiver Spielplatz konzipiert werden kann. Dabei ist auch zu prüfen, ob die Stadt dafür Fördermittel erhalten oder Sponsorengelder einwerben könnte.

Über die zur Finanzierung eines inklusiven Spielplatzes erforderliche Erhöhung der Aufwendungen für die Investitionsmaßnahme „Kinder- und Jugendspielplätze“ wird der Rat im Laufe des 2. Quartals 2024 beschließen.

Begründung:

Zur Realisierung der Barrierefreiheit ist ein inklusiver Spielplatz mit besonderen Spielgeräten unverzichtbar. Ein inklusiver Spielplatz schafft die gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder an den Nutzungsmöglichkeiten eines Spielplatzes und verhindert so die Ausgrenzung von Menschen mit einer Behinderung.

Auf inklusiven Spielplätzen können Kinder mit und ohne Behinderung ohne Barrieren einander begegnen und miteinander spielen. Besondere Spielgeräte, wie z. B. ein Rollstuhlkarussell, können von allen Kindern genutzt werden.

Inklusive Spielplätze bieten beste Voraussetzungen, um Vorurteile gar nicht erst entstehen zu lassen. Denn wo Inklusion früh gelernt und gelebt wird, entstehen keine Barrieren im Umgang miteinander.“

Im „Tiergarten Kleve“ wurde im Zuge der Neugestaltung des Spielplatzes ein Rollstuhlkarussell angeschafft, das sich großer Beliebtheit bei Kindern (und Erwachsenen!) mit und ohne Behinderung  erfreut. Finanziert wurde dieses Spielgerät u. a. mit Mitteln der IKEA-Stiftung.

Die Stadt Kleve unterhält in Kleve und den umliegenden Ortsteilen eine Vielzahl von Spielplätzen und hat dieses Jahr im September einen neuen Spielplatz im Ortsteil Reichswalde errichtet.

Bei der Ausgestaltung der vorhandenen Spielplätze ging es bisher aber vornehmlich um die Attraktivität der Spielgeräte sowie um Sitzflächen und die Beschattung.

Zukünftig sollten auch die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung und der Inklusionsgedanke berücksichtigt werden.