Ein lehrreicher Ortstermin…

Offene Klever besuchten Hauptfeuerwache: Neubau ist überfällig

Die komplette Ratsfraktion der Offenen Klever, in Begleitung der Vorsitzenden der Wählergemeinschaft, Inge Kiwus, besichtigte am 17. November 2023 die Hauptfeuerwache der “Freiwilligen Feuerwehr” in Kleve. Damit setzten sie eine Verabredung um, die die OK am Rande des Feuerwehrfests 2023 mit Standbrandinspektor Ralf Benkel, dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve, getroffen hatten.

Die Offenen Klever wollten sich einen eigenen Eindruck vom baulichen Zustand des Gebäudes verschaffen.

Standbrandinspektor Benkel führte die Offenen Klever durch das Gebäude, stellte seinen Gästen Fahrzeuge, Ausrüstung und Raumausstattung vor und beantwortete Fragen dazu. Nach einer Besichtigung folgte ein Austausch über Struktur und Aufstellung der Feuerwehr in Kleve.

Bei dieser Gelegenheit äußerten die Offenen Klever ihre Anerkennung für den zu 100% ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr.

“Was Ihre Kameradinnen und Kameraden unter diesen herausfordernden räumlichen Verhältnissen täglich für uns alle leisten, ist enorm”, fasste OK-Fraktionsvorsitzender Udo Weinrich die Eindrücke der Gäste zusammen und bat den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, den Dank von Fraktion und Wählergemeinschaft, an seine Männer und Frauen weiterzugeben.

Von links nach rechts: Udo Weinrich (Fraktionsvorsitzender), Ralf Benkel (Stadtbrandinspektor), Anne Fuchs (Ratsmitglied), Marco Hendricks (Ratsmitglied), Inge Kiwus (Vorsitzende der OK). Es fehlt: Britta Schütt (Ratsmitglied), die fotografierte

Die Offenen Klever beließen es jedoch nicht nur bei “guten Worten”, sondern stellten Handlungsbedarf fest:

Die Hauptwache ist erkennbar “in die Jahre gekommen” und müsste möglichst bald durch einen Neubau ersetzt werden. Wartung und Bauunterhaltung belasten Haushalt 2024 mit 40.000 EUR und scheinen nicht mehr zu sein als “Tropfen auf den heißen Stein.” Geheizt wird mit Gas. Wärmedämmung und energetische Optimierung des Gebäudes sind wirtschaftlich nicht rentabel.

Zwar wurde im Jahre 2023 eine Machbarkeitsstudie vergeben, auf deren Grundlage dann eine europaweite Planerausschreibung vorgesehen ist. Und dafür sind beim Gebäudemanagement 850.000 EUR in 2024 veranschlagt. Aber bis 2027 hat die Stadt keinen Cent für Baukosten eingeplant.

Die Offenen Klever haben den Handlungsbedarf erkannt und wollen im Rat dafür werben, dass fraktionsübergreifend der Neubau der Feuerwache Kleve vorangetrieben wird. Dazu gehört auch eine offene und ehrliche Debatte über die Notwendigkeit, die freiwillige Feuerwehr in Kleve um hauptamtliches Personal zu ergänzen.

Für die Offenen Klever geht es nicht darum, eine neue Feuerwache gegen eine neue Schule auszuspielen. Sie sehen aber Spielraum für die Finanzierung einer neuen Hauptwache. Darüber wollen sie mit den anderen Fraktionen ins Gespräch kommen.

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