Die Neugestaltung der Fußgängerzone in Kleve

Leserbrief/Meinung von Clemens Giesen

Im Bau- und Planungsausschuss wurde am 11. Juni 2026 die Neugestaltung der Fußgängerzone vorgestellt und hier ein paar kritische Punkte die ich, Clemens Giesen, auch im Auswahlverfahren anmerkte, die aber scheinbar nicht wichtig sind:

Zum einen war bei der Auswahl der Planungsfirma ein wichtiger Punkt die Nachhaltigkeit. Das vorhandene Pflaster sollte aufgenommen und größtenteils wiederverwendet werden.

Jetzt heißt es: „Die alten Steine halten noch 10 Jahre und man wird neu pflastern.

Das haben diese „Fachleute“ vorher nicht gesehen, das lässt mich doch sehr an der Seriosität zweifeln.

Aber damit nicht genug.

Im neu zu gestaltenden Fußgängerbereich befanden sich zwei ehemalige Stadttore: das Kavarinertor und das Mitteltor.
Von beiden sind die Ausmaße bekannt und sollten in der Pflasterung abgebildet werden.
Für mich ein Element die Geschichte der Stadt Kleve erlebbar zu machen und dieser „Neuen“ Fußgängerzone etwas individuelles zu geben.

Ein meines Erachtens noch schlimmerer Punkt ist die Gestaltung des Platzes zwischen Burg und Marstall.

Dort stellt der Planer das Denkmal des Großen Kurfürsten in einen großen runden Teich. Hauptsache Wasser auf dem Platz.
Hätte der Planer sich ein bisschen mit der Geschichte Kleves und dieses Denkmals befasst, wäre er darauf gekommen dass es
als großer Brunnen konzipiert und auch 1913 so gebaut war.
Bei der Neuerrichtung nach dem Krieg wurden die Wasserbecken nicht ausgeführt. Für mich wäre es nur logisch und geschichtlich gerechtfertigt in diesem Bereich diesen Brunnen wiederherzustellen um das Element Wasser auf den Platz zu bekommen.

Mir erscheint die Planung für die Fußgängerzone stark überarbeitungsbedürftig.

Clemens Giesen
Sachkundiger Bürger Kulturausschuss

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